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Ohne ihn geht nichts: der Produktionslogistiker

Für moderne und ambitionierte Unternehmen zählt nur eines: Umsätze steigern. Bevor man aber so weit ist, die Umsätze steigern zu können, muss man erstmal überhaupt welche schaffen. In diesem Bereich ist der Produktionslogistiker unentbehrlich geworden, da sich ein großer Teil seines Aufgabenbereichs mit der strategischen, taktischen und operativen Planung beschäftigt. In diesem Artikel stellen wir einige Berufsinhalte der Produktionslogistik vor.

Der Produktionslogistiker muss bei der strategischen Produktionsplanung die langfristig angesetzten Rahmenbedingungen für ein Unternehmen schaffen, sich erfolgreich entwickeln zu können. Bei der taktischen Produktionsplanung ist entscheidend, die Produktionsinfrastruktur so zu gestalten, dass die langfristigen Ziele der strategischen Produktionsplanung auch umgesetzt werden können. Die operative Produktionsplanung versucht nun, die in der taktischen Planung getroffenen Entscheidungen konkret in die Tat umzusetzen. Dafür müssen sowohl die Produktionsprozesse selbst durchdacht werden, als auch der Einsatz der zur Verfügung stehenden Rohstoffe, sowie das Ziel einer Produktion, was zum Beispiel eine bestimmte Menge hergestellter Produkte in einem ausgesuchten Zeitraum darstellen kann.

Planungsbereiche des Produktionslogistikers:

  • strategische Planung
  • taktische Planung
  • operative Planung

Langfristig sind die Entscheidungen während der strategischen Produktionsplanung für ein Unternehmen die Wichtigsten, kurzfristig sind es aber die Prozesse der operativen Produktionsplanung.

Weiter gehört die Standortplanung zu den Aufgabenfeldern eines Produktionslogistikers. Ein Unternehmen wählt seinen Standort schließlich nach wirtschaftlichen Faktoren aus. Aus dieser Thematik ergeben sich einige Probleme, wie die Frage nach der Anzahl der Fabriken, mögliche Standorte und Absatzgebiete der Fabriken. Es macht einen großen Unterschied, ob man beispielsweise im Ruhrgebiet ein Unternehmen ansiedelt, dessen Kunden vorwiegend aus Bayern kommen, oder ob man vielleicht die Produktion nach in Bayern verlagert, oder alternativ eine zweite Produktionsstätte errichtet. Die Überlegung dahinter ist klar: Wer in NRW produziert und in Bayern verkauft, hat größere Transportkosten zu tragen, als wenn die unmittelbare Umgebung beliefert wird. Man muss folglich kalkulieren, ob es günstiger ist, die hohen Transportkosten zu tragen, oder direkt eine zweite Produktionsstätte zu errichten.

Inhalte der Standortplanung:

  • Geografische Wahl des Standortes für die Produktion
  • Anzahl der Standorte für die Produktion
  • Absatzmärkte der Produktion
  • Weitsicht im Hinblick auf die Distributionslogistik

Der Produktionslogistiker hat noch viele weitere verantwortungsvolle Aufgaben innerhalb eines Unternehmens. So gehört auch das Lagerbestandsmanagement zu seinen Aufgaben. Das Ziel der Produktionslogistik ist in diesem Bereich, die Nachfrage der Kunden immer decken zu können, jedoch zeitgleich den Warenbestand im Lager gering zu halten. Es wirkt sich schließlich negativ auf den Erfolg eines Unternehmens aus, wenn die Lager überfüllt mit Waren sind, ohne einen Käufer für diese finden zu können. In diesem Zusammenhang spricht man auch von so genannter Kapitalbindung.

Die Prognose für den Lagerbestand ist ein nicht zu unterschätzender Punkt im Aufgabenbereich des Produktionslogistikers, da man nicht nur die stete Nachfrage decken, sondern auch auf Zufallseinflüsse vorbereitet sein muss. Es kann schließlich jederzeit durch verschiedene Umstände zu einer erhöhten Nachfrage oder Lieferknappheit bei der Beschaffung der für die eigene Produktion wichtigen Ressourcen kommen.
Die Beschaffung der Waren fließt ebenfalls ins Berufsfeld der Produktionslogistiker ein. In Wechselwirkung mit der Bestandsplanung muss die Planung der Bestellmenge gut durchdacht sein. Es gilt, die Aufgabe der Bestellung mit viel Übersicht anzugehen, will man doch bei der Bestellung mögliche Mengenrabatte nutzen und Transportkosten sparen. Möglicherweise lassen sich auch Kosten sparen, indem man von mehreren Lieferanten gleichzeitig Waren bezieht oder etwaige Aktionspreise berücksichtigt. Die Entscheidung über den Ort, die Menge und die Zeit der Bestellung unter Berücksichtigung der Produktion und Bestandskapazitäten gehört also ebenfalls zu den verantwortungsvollen Aufgabenbereichen der Produktionslogistik.

Lagerbestandsmanagement der Produktionslogistiker umfasst unter anderem:

  • Weitsicht auf die Nachfrage bezogen
  • Innerbetriebliche Bestandskapazitäten prüfen
  • Innerbetriebliche Bestände optimieren
  • Kommunikation mit den Lieferanten
  • Planung der zukünftigen Nachfrage auf Grund gesammelter Daten und Erfahrungswerten
  • Bestellmengen planen
  • Berücksichtigung verschiedener Faktoren bei der Bestellung

Die detaillierte Planung und Organisation gilt allerdings nicht nur für innerbetriebliche Prozesse, sondern auch für die Außerbetrieblichen. Unter den Begriff Supply Chain Management fallen die Optimierungsmaßnahmen, die notwendig sind, um die lange Produktionskette vom Rohstoff-Lieferanten, über den Produzenten bis hin zum Endabnehmer möglichst effizient zu gestalten. Dazu gehören die organisatorischen Maßnahmen ebenso, wie auch eine optimierte Kommunikation der einzelnen Knotenpunkte dieser Produktionskette.
Funktioniert all dies einwandfrei, steht dem Erfolg eines Unternehmens nicht mehr viel im Weg. Einen nicht zu unterschätzenden Anteil daran hat der Produktionslogistiker, der mit seiner Planung den Weg für den Erfolg geebnet hat.

Zusammenfassung der Hauptaufgabenfelder der Produktionslogistiker :

  • Mitarbeiterführung
  • Organisation
  • Steuerung und Abwicklung kundenspezifischer Aufträge
  • Steuerung der Lieferzeit
  • Steuerung der optimalen Produktionsauslastung
  • Steuerung geringer Lagerhaltung (Kapitalbindung)
  • Kapazitätenplanung
  • Kommunikation mit Controlling, Lager, Produktion und Vertrieb
  • Verantwortung bei Kalkulation und Lagerbestandsmanagement
  • Kundenbetreuung

 

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Für eine Karriere im Berufsfeld Produktionslogistik sind folgende Fähigkeiten und Kenntnisse erforderlich:

 

  • Abgeschlossenes Logistik-Studium
    oder Ausbildung
  • Berufserfahrung
  • Führungspersönlichkeit
  • Eigeninitiative
  • Teamgeist
  • Soziale Kompetenz
  • Organisationstalent
  • Analytisches Denken
  • Begeisterungsfähigkeit
  • Viel Engagement
  • Kreativität
  • Fremdsprachen-
    kenntnisse
  • Datenverarbeitungs-
    kenntnisse