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Der Weg zur Europameisterschaft - Bus-Fahren und Essen im Uhrwerk

Ein Fußballprofi von heute muss sorgfältig ernährt werden. Klar, kein Problem, das nächste Fast Food-Restaurant ist nie weit, aber so ein Spieler braucht eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Und da es daheim bekanntlich am Besten schmeckt, hat die DFB-Auswahl dieses „Zuhause“ auch einfach in Form von eigenen Köchen und eigenen Lebensmitteln selbst mitgebracht.

Der Starkoch Saverio Pugliese, kurioserweise in Deutschland lebender Italiener, ist seit 2003 für eine ausgewogene Ernährung der Nationalspieler verantwortlich.
Zur Zeit der WM 2006 war er mit sechs Küchengehilfen dafür zuständig, die 23 Nationalspieler und das gesamte Team, das immerhin auch noch einmal aus 25 Leuten bestand, zu verköstigen. Leichte Kost muss es sein, die den Spielern nicht schwer im Magen liegt, möglichst wenig Fett enthält und dem Körper die Energie auf den Punkt genau bereit stellt. Darum werden auch oftmals die vorhanden Nahrungsmittel einfach durch von Pugliese selbst mitgebrachte Produkte ersetzt.

Wie bringt man diese am Besten zum Hotel irgendwo in den Alpen? Klar, mit dem DFB-Mannschaftsbus. So kann man auch gleich mehrere Fliegen auf einen Streich schlagen, denn das Material kann mit dem Bus vor Ort gebracht werden, wo der Busfahrer dann schon auf die motivierten Kicker warten kann, um sie vom Flughafen oder Hotel auf schnellstem Wege zum Stadion zu chauffieren.
Über 50.000 Kilometer fährt der Busfahrer der deutschen Nationalmannschaft, DFB-Busfahrer Wolfgang Hochfellner, jedes Jahr ab und wird im Sommer 2008 seine vierte EM zusammen mit dem deutschen Team erleben. Um bösen Überraschungen zuvor zu kommen, fährt Hochfellner die zu fahrenden Strecken meist schon im Voraus einmal ab.
An dieser Stelle kommen nun also die Menschen ins Spiel. Auch wenn sie leise im Hintergrund wirken, sind sie unersetzlich in einem modernen Erfolgskonzept. Und in dem ist selbst ein Busfahrer, dem die Mannschaft vertraut, der sein Handwerk beherrscht und den DFB-Mannschaftsbus sicher ans Ziel bringt, unabdinglich.

Auch der Mannschaftsarzt, bzw. das Ärzte-Team um Dr. Müller-Wohlfahrt, muss immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Das Küchenteam, die Ärzte, die Zeugwarte, der Pressesprecher, der Trainerstab und natürlich jeder einzelne Spieler – sie alle müssen zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, damit das Unternehmen „Europameister 2008“ reibungslos funktionieren kann.

Versagt in diesem logistischen Uhrwerk auch nur ein Teil, droht das große Ganze zu scheitern. Auf dem nahezu gleichhohen fußballerischen Niveau, auf dem die konkurrierenden Teams untereinander spielen, können Fehler im Hintergrund schon sehr bald das Aus bedeuten.

Würde beispielsweise der DFB-Mannschaftsbus nicht rechtzeitig beladen, könnte die DFB-Mannschaft nicht vom Flughafen abgeholt werden, das Training würde sich verzögern und das Küchenteam würde ebenfalls vom Zeitplan abweichen. Und ehe man sich versieht, steckt man in einem Schlamassel, der sich auf die Leistung der Kicker negativ auswirken würde. Man möchte sich gar nicht ausmalen, was los wäre, wenn es an irgendeiner Stelle im organisatorischen Netzwerk haperte und die DFB-Nationalmannschaft beispielsweise beim Anstoß nicht rechtzeitig auf dem Platz stünde.

Und damit genau das nicht passiert, ist gerade während einer Riesenveranstaltung wie einer Fußball-Europameisterschaft ein logistische Meisterleistung notwendig.

 

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Artikel: Europameisterschaft 2008 - Der Weg zur EM in Österreich und der Schweiz

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Wussten Sie, dass...

 

  • Österreich sich bereits zuvor zweimal erfolglos um die Ausrichtung der Endrunde beworben hatte? Erst in Zusammenarbeit mit der Schweiz erhielt man den Zuschlag.
  • jedes Vorrunden-Aus der Deutschen zu einem Trainerwechsel geführt hat?